So schreibst du in 15 Minuten ein Anschreiben mit einem KI-Assistenten
Vom leeren Blatt zum passgenauen Entwurf — damit du dich auf mehr passende Jobs bewerben kannst.
Auf einen Blick: Nach dieser Anleitung hast du einen persönlichen Anschreibens-Entwurf, den du noch anpassen und losschicken kannst — auch wenn du vorher noch nie mit einem KI-Assistenten gearbeitet hast. Für alle, die ihre Energie lieber in die Auswahl spannender Stellen stecken, statt minutenlang auf ein leeres Blatt zu starren.
💡 Tipp: tippe auf die Nummer eines Schritts, wenn du ihn erledigt hast — ein grüner Haken erscheint und dein Browser merkt sich, wie weit du warst.
- Ein Konto bei einem KI-Assistenten. Einer der gängigen reicht — ChatGPT, Gemini, Claude, Copilot, Le Chat, DeepSeek oder ähnliche. Für diese Aufgabe genügt der kostenlose Tarif; kostenpflichtige bringen dir einfach mehr Nachrichten oder längere Antworten.
- Die Stellenanzeige (oder deine Notizen zur Rolle). Entweder den kompletten Anzeigentext irgendwo eingefügt oder ein paar Sätze zur Stelle und zum Unternehmen. Die fütterst du im Schritt 2 in den Assistenten.
- Eine kurze Notiz zu dir. Zwei, drei Sätze zu deinem Hintergrund — deine aktuelle Position, ein oder zwei relevante Erfolge und wonach du als Nächstes suchst. Je ehrlicher und konkreter, desto besser der Entwurf.
- Rund 15 Minuten. Genug Zeit, um deine Notizen zu sammeln, den Prompt zu schicken und einmal drüberzulesen.
- Realistische Erwartung: Der Assistent schreibt das Anschreiben für dich vor. Bewerben, deinen Lebenslauf anhängen oder mit dem Unternehmen sprechen — das kann er nicht. Das machst weiterhin du.
Starte einen neuen Chat in deinem KI-Assistenten
Öffne deinen KI-Assistenten im Browser oder in der App und starte einen ganz neuen Chat. Was du siehst: ein leeres Nachrichtenfeld am unteren Bildschirmrand, meistens mit einem Platzhalter wie „Nachricht …" oder „Frag mich alles". Was als Nächstes passiert: erstmal nichts — der Assistent wartet auf deine erste Anweisung. Wenn es anders aussieht: jeder Assistent funktioniert; findest du die Option „Neuer Chat" nicht, schließe einfach das alte Gespräch und öffne einen neuen Tab oder ein neues Fenster. Deine nächste Nachricht startet dann wieder bei null. Du merkst, es hat geklappt, wenn … über dem Eingabefeld ein leerer Chat ohne vorherige Nachrichten zu sehen ist.

Füge die Stellenanzeige und deine Infos in den Chat ein
In das leere Nachrichtenfeld fügst du die Stellenanzeige ein (oder eine Zusammenfassung davon) und in die nächste Zeile deine kurze Notiz zu dir selbst. Was du siehst: den Anzeigentext, gefolgt von einem Absatz über dich — beides in einer einzigen Nachricht. Was als Nächstes passiert: der Assistent liest beides zusammen und überlegt, was davon relevant ist. Wenn es anders aussieht: ist die Anzeige sehr lang, reicht eine kurze Zusammenfassung — Stichpunkte wie „Stelle: Office Manager. Ort: Brisbane. Muss mitbringen: Xero, Terminplanung, Kunden-E-Mails" funktionieren genauso gut wie der ganze Text. Du merkst, es hat geklappt, wenn … der Assistent mindestens eine Rückfrage stellt (z. B. „Welchen Ton soll ich treffen — förmlich oder locker?"), anstatt direkt einen Entwurf rauszuhauen.

Bitte um einen passgenauen ersten Entwurf
Hat der Assistent seine Rückfragen gestellt (oder hast du sie direkt in derselben Nachricht beantwortet), gibst du eine klare Anweisung: einen ersten Entwurf genau für diese Stelle schreiben. Was du siehst: der Assistent tippt eine Antwort in Absätzen — eine Einleitung, ein Mittelteil zu deiner Erfahrung, ein kurzer Schluss. Was als Nächstes passiert: ein kompletter Entwurf erscheint, meist 200–350 Wörter. Wenn es anders aussieht: wirkt der Entwurf zu kurz oder zu generisch, ist das normal — in Schritt 4 feilst du nach. Der erste Wurf ist als Ausgangspunkt gedacht, nicht als Endprodukt. Du merkst, es hat geklappt, wenn … auf dem Bildschirm ein vollständiges Schreiben steht, mit Anrede, Fließtext und Grußformel — auch wenn einzelne Stellen etwas „abgepackt" klingen.

Schleife den Entwurf zurecht, bis er nach dir klingt
Kopiere den Entwurf in ein Dokument (Google Docs, Word oder sogar in die Notes-App). Lies ihn dir einmal laut vor — jede holprige Formulierung fällt dir dann sofort auf. Was du siehst: deinen Entwurf in einem Editor, in dem du frei Wörter ändern kannst. Was als Nächstes passiert: du straffst Sätze, ersetzt steife Formulierungen durch Wörter, die du wirklich benutzen würdest, und streichst alles, was nicht zu deiner echten Erfahrung passt. Wenn es anders aussieht: wirkt eine Formulierung zu förmlich, kürze sie; ist ein Absatz nur Füllwerk, lösch ihn und ersetz ihn durch einen einzigen ehrlichen Satz über dich. Der Assistent hat das in Sekunden geschrieben — es ist völlig okay, die Hälfte umzuschreiben. Du merkst, es hat geklappt, wenn … du das Schreiben laut vorlesen kannst, ohne innerlich zusammenzuzucken, und jeder Satz etwas ist, das du auch im Bewerbungsgespräch genauso sagen würdest.

Speichere den Prompt, der funktioniert hat, fürs nächste Mal
Die genaue Anweisung aus Schritt 3 ist jetzt eine Vorlage, die du für jede weitere Bewerbung anpassen kannst. Was du siehst: deinen ursprünglichen Prompt irgendwo griffbereit gespeichert — in einer Notiz-App, in einem Google Doc mit dem Titel „Anschreiben-Prompt" oder sogar in einem E-Mail-Entwurf an dich selbst. Was als Nächstes passiert: wenn du dich beim nächsten Mal bewirbst, änderst du nur die Stellen-Details und den „Über mich"-Teil und schickst denselben Prompt erneut los. Wenn es anders aussieht: du willst es lieber nicht digital speichern? Ein Screenshot vom Gespräch tut's auch. Du merkst, es hat geklappt, wenn … das nächste Anschreiben nur rund fünf Minuten Nachbearbeitung braucht statt vierzig Minuten Starren auf den blinkenden Cursor.

- Fehler: Du lässt den Assistenten Erfahrung erfinden, die du gar nicht hast. Lösung: Füge in Schritt 3 einen Satz ein wie „erfind bitte keine Erfahrung dazu, die ich dir nicht genannt habe". Streiche danach alles im Entwurf, was du im Bewerbungsgespräch nicht belegen kannst.
- Fehler: Du schickst den ersten Entwurf ungelesen raus. Lösung: Lies in Schritt 4 immer einmal langsam laut vor. Personaler:innen erkennen ein unangetastetes KI-Schreiben oft nach wenigen Sätzen — meistens, weil der Ton einfach nicht zu deinen E-Mails oder deinem Lebenslauf passt.
- Fehler: Du nutzt denselben Entwurf für jede Stelle. Lösung: Schick den Prompt mit jeder neuen Anzeige nochmal los. Ein persönlicher Absatz, der das Unternehmen oder die Rolle nennt, ist der größte Unterschied zwischen Schreiben, die Antworten bekommen, und solchen, die im Nirvana landen.
Was heißt das für dich?
- Im Alltag: Dasselbe „Prompt-schicken-und-dann-redigieren"-Prinzip funktioniert auch bei vielen anderen kniffligen Schreib-Aufgaben — Mieter:innen-Briefe, Entschuldigungen für die Schule, Beschwerde-Mails oder Dankesnotizen. Hast du's einmal gemacht, hast du eine Fähigkeit, die du immer wieder nutzen kannst.
- Für dein Business oder deine Arbeit: Wenn du anderen beim Bewerben hilfst (einem kleinen Team, einem Nebenjob im Recruiting, einem Verein), kannst du dir einen Master-„Über mich"-Absatz parat legen und mit demselben Prompt an einem Nachmittag zehn Anschreiben entwerfen.
- Wenn du gerade erst anfängst: Such dir eine echte Stelle aus, auf die du dich wirklich bewerben würdest, mach heute Abend die Schritte 1–4 durch und schleife den Entwurf so lange, bis er nach dir klingt. Das ist die ganze Fähigkeit — in fünfzehn Minuten gelernt.
Probier's gleich aus
Öffne jetzt direkt deinen KI-Assistenten, füge die Anzeige für eine Stelle ein, die dich wirklich interessiert, ergänze drei Sätze über dich und bitte um einen Entwurf mit 200 Wörtern und der Anweisung „erfind keine Erfahrung, die ich dir nicht gegeben habe". Bevor das Wasser im Wasserkocher kocht, hast du dein erstes brauchbares Anschreiben.
❓ Schnelle Fragen
Wie lange dauert das?
Etwa 6 Minuten — die Anleitung hat 5 Schritte, und du kannst jeden beim Durcharbeiten abhaken.
Muss ich etwas vorbereiten?
- Ein Konto bei einem KI-Assistenten. Einer der gängigen reicht — ChatGPT, Gemini, Claude, Copilot, Le Chat, DeepSeek oder ähnliche. Für diese Aufgabe genügt der kostenlose Tarif; kostenpflichtige bringen dir einfach mehr Nachrichten oder längere Antworten.
- Die Stellenanzeige (oder deine Notizen zur Rolle). Entweder den kompletten Anzeigentext irgendwo eingefügt oder ein paar Sätze zur Stelle und zum Unternehmen. Die fütterst du im Schritt 2 in den Assistenten.
- Eine kurze Notiz zu dir. Zwei, drei Sätze zu deinem Hintergrund — deine aktuelle Position, ein oder zwei relevante Erfolge und wonach du als Nächstes suchst. Je ehrlicher und konkreter, desto besser der Entwurf.
- Rund 15 Minuten. Genug Zeit, um deine Notizen zu sammeln, den Prompt zu schicken und einmal drüberzulesen.
- Realistische Erwartung: Der Assistent schreibt das Anschreiben für dich vor. Bewerben, deinen Lebenslauf anhängen oder mit dem Unternehmen sprechen — das kann er nicht. Das machst weiterhin du.
Welche Fehler sollte ich vermeiden?
- Fehler: Du lässt den Assistenten Erfahrung erfinden, die du gar nicht hast. Lösung: Füge in Schritt 3 einen Satz ein wie „erfind bitte keine Erfahrung dazu, die ich dir nicht genannt habe". Streiche danach alles im Entwurf, was du im Bewerbungsgespräch nicht belegen kannst.
- Fehler: Du schickst den ersten Entwurf ungelesen raus. Lösung: Lies in Schritt 4 immer einmal langsam laut vor. Personaler:innen erkennen ein unangetastetes KI-Schreiben oft nach wenigen Sätzen — meistens, weil der Ton einfach nicht zu deinen E-Mails oder deinem Lebenslauf passt.
- Fehler: Du nutzt denselben Entwurf für jede Stelle. Lösung: Schick den Prompt mit jeder neuen Anzeige nochmal los. Ein persönlicher Absatz, der das Unternehmen oder die Rolle nennt, ist der größte Unterschied zwischen Schreiben, die Antworten bekommen, und solchen, die im Nirvana landen.
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