So erstellst du dein eigenes 90er-Jahrbuchfoto mit KI (Schritt für Schritt)
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So erstellst du dein eigenes 90er-Jahrbuchfoto mit KI (Schritt für Schritt)

Ein nostalgischer Spaß mit KI-Bildtools – ohne Designkünste, ohne Spezialsoftware, ohne peinliches Schulfoto.

So erstellst du dein eigenes 90er-Jahrbuchfoto mit KI (Schritt für Schritt)

Bestimmt hast du schon mal daran vorbeigescrollt: ein Freund, ein Cousin oder vielleicht sogar dein Barista hat ein weichgezeichnetes Porträt gepostet, das aussieht, als wäre es direkt aus einem US-Highschool-Jahrbuch von 1996 gerissen. Große Haare, Jeansjacke, dieses leicht orangefarbene Studiolicht. Nur war die Person 1996 noch gar nicht da. Das Bild wurde von einem KI-Bildgenerator erstellt (ein Tool, das Bilder aus einer Texteingabe erzeugt, die du eintippst). Der Trend ist nicht ohne Grund viral gegangen – er ist eine schnelle, spielerische Möglichkeit, sich selbst in einem anderen Jahrzehnt zu sehen. So funktioniert's.

Was den 90er-Look eigentlich ausmacht

Bevor du loslegst und Prompts schreibst, hilft es zu wissen, worauf du abzielst. Das klassische 90er-Jahrbuchfoto hat ein paar typische Zutaten:

  • Eine weiche, leicht ausgewaschene Farbpalette (denk an verblasste Blautöne und pfirsichfarbene Haut)
  • Einen einfarbigen oder leicht verschwommenen Hintergrund in Pastell oder Neon
  • Eine Pose im Studiolook – Kopf leicht geneigt, Schultern gerade, mildes Lächeln
  • Weiches, gleichmäßiges Licht, das Schatten abflacht
  • Outfits aus der Zeit: Jeansjacken, Karohemden, Rollkragenpullover, Scrunchies, Bomberjacken

Du musst nicht jedes Detail einbauen. Schon zwei, drei davon in deinem Prompt (der Anweisung, die du der KI gibst) lenken das Bild in die richtige Richtung.

Zwei Wege, es auszuprobieren

Option 1: Eine spezielle App Manche Apps sind genau für solche Stiltransfers gebaut (dabei überträgt die KI den „Look and Feel" eines Bildstils auf dein Foto). Die App, die den Trend ausgelöst hat, heißt Epik AI, eine KI-Foto-App. Du lädst ein paar Selfies hoch, wählst einen Stil aus, und die App erzeugt die Jahrbuch-Bilder für dich. Der einfachste Weg, wenn du schnell Ergebnisse willst.

Option 2: Ein allgemeiner KI-Bildgenerator Wenn du bereits ein Tool wie Midjourney, DALL-E oder Stable Diffusion nutzt, kannst du etwas Ähnliches erstellen, indem du deinen eigenen Prompt schreibst. Der Vorteil: mehr Kontrolle über Outfit, Licht und Hintergrund. Der Nachteil: die Lernkurve ist etwas steiler.

Einen Prompt schreiben, der wirklich funktioniert

Wenn du den Weg über einen allgemeinen Bildgenerator gehst, hier eine einfache Prompt-Vorlage, die du anpassen kannst:

„Amerikanisches Highschool-Jahrbuchfoto der 90er, ein/e [dein Alter]-jährige/r [Frau/Mann/Person] mit [Jeansjacke/Karohemd/usw.], weiches Studiolicht, einfarbiger pastellblauer Hintergrund, Softfokus, Filmkorn, Kopf- und Schulterporträt"

Ein paar Tipps, die einen großen Unterschied machen:

  • Sei genau beim Jahrzehnt. „Vintage" ist zu vage. „1990er" ist klar.
  • Nenne den Bildausschnitt. „Kopf und Schultern" oder „Passfoto-Format" sagt der KI, wie sie dich zuschneiden soll.
  • Füge Textur-Wörter hinzu. „Filmkorn", „Softfokus" und „leicht verblasst" drücken den Look in die richtige Richtung.
  • Probier zwei, drei Versionen. KI-Bildtools liefern mehrere Ergebnisse auf einmal – such dir das aus, das am meisten nach dir aussieht.

Ein kurzer Hinweis zum Datenschutz

Du lädst dein Gesicht in eine App oder einen Webdienst hoch, da lohnt es sich, kurz nachzudenken. Lies die Datenschutzerklärung (ein kurzes Dokument, das erklärt, was das Unternehmen mit deinen Fotos macht). Prüf, ob deine Bilder zum Training zukünftiger KI-Modelle verwendet werden. Wenn dich das stört, such nach Tools, die ausdrücklich darauf verzichten. Und lade nie Fotos von Kindern hoch, ohne gründlich darüber nachzudenken.

Was das für dich bedeutet

  • Wenn du einfach nur Spaß haben willst: Öffne eine der speziellen Apps, lad 6–10 klare Selfies aus verschiedenen Winkeln hoch und lass sie arbeiten. In etwa zwei Minuten hast du ein teilbares Bild.
  • Wenn du gern bastelst: Nutz einen allgemeinen KI-Bildgenerator und schreib deinen eigenen Prompt. Du lernst dabei eine nützliche Fähigkeit, die sich auch für viele andere kreative Projekte einsetzen lässt.
  • Wenn du ein kleines Business oder eine persönliche Marke hast: Ein stilisiertes KI-Porträt eignet sich gut als Profilbild oder als „Über mich"-Foto auf der Website. Es fällt mehr auf als ein weiteres Standardporträt und zeigt Persönlichkeit.
  • Wenn du ganz neu bei KI-Bildtools bist: Fang mit der App-Variante an. Du bekommst schnelle Ergebnisse, baust Selbstvertrauen auf und steigst später auf ein flexibleres Tool um, wenn du bereit bist.

Fazit

Der 90er-Jahrbuch-Trend ist ein freundlicher Einstieg in die KI-Bildgenerierung – niedrige Hürden, viel Persönlichkeit und ein Ergebnis, das du sofort teilen kannst. Such dir ein Tool aus, schreib einen klaren Prompt und probier ein paar Varianten, bis dich eines zum Schmunzeln bringt. Dein nächster Schritt heute: Such dir vier, fünf klare, gut beleuchtete Selfies zusammen und leg los.

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